natürlich - hautnah

100 % naturreine Körperöle

Nativ (natürlich, unverändert) oder raffiniert (technisches Verfahren zur Reinigung)

Nativ ist grundsätzlich die Qualitätbeschreibung eines Öls. Nativ heißt, dass es seinen typischen Geschmack und die Farbe behalten soll und damit zusammenhängend die wertvollen Inhaltsstoffe. Native Öle sind schonend kalt gepresst, wobei die Höchsttemperatur eines jeden Öls in der Pressung klar definiert ist, um die spezifischen ungesättigten Fettsäuren im Öl sind zu erhalten.

Das Raffinieren von Ölen ist eine Art Reinigung. Industrielle Hersteller nennen es Veredelung, wobei es das bestimmt nicht ist. Im Gegenteil., dem Öl wird entfernt, was für uns gut ist. Die Industrie will es aber haltbarer, farblich, geschmacklich und im Geruch neutral. Leider sind durch diese "Reinigung" die meisten wertvollen Stoffe entfernt oder durch hohe Temperaturen zerstört.

Pflanzliche Öle kontra Mineralölderivate

Bei Körperölen gibt es grundsätzlich zwei Gruppen die man unterscheidet:

- Die Bio-Naturkosmetik nutzt pflanzliche Öle.

- Die konventionelle Kosmetik verwendet in der Regel mineralische Öle. Gründe hierfür sind der einfachere Umgang in der Verarbeitung, zudem sie sind viel billiger als pflanzliche Öle.

Was aber sagt unsere Haut zu den ganz unterschiedlichen Ölen?

Pflanzliche Öle, sogenannte Triacylglyceride, sind natürliche Verbindungen aus Glycerin, in der Kosmetik als Feuchthaltemittel bekannt, und Fettsäuren, bei denen wir „ungesättigte“ und „gesättigte“ unterscheiden (s. Wikipedia).

Wir kennen schon aus der Ernährung die positive Empfehlung der ungesättigten Fettsäuren, gleiches gilt für die Haut.

Jedes Pflanzenöl besitzt seine individuelle Zusammensetzung der Triacylglyceride und hat somit eine ganz eigene Pflegewirkung und Hautfunktion.

Bei der Anwendung von pflanzlichen Ölen auf der Haut werden die Triacylglyceride gespalten und dabei die gebundenen Fettsäuren freigesetzt. Die, durch die Spaltung kleiner gewordenen Substanzen, können daraufhin besser und tiefer in die Haut einziehen und dort wirken. Die Öle versorgen die Haut nicht nur mit Fett, Fettsäuren haben weitere wertvolle Eigenschaften und tragen zur Entzündungshemmung oder zum antioxidativen System der Haut bei.

Eines unserer Öle stellt eine seltene Sonderform dar. Jojoba, es ist kein Öle, sondern ein Wachs, genauer gesagt ein Wachsester. Hierbei sind die Fettsäuren nicht mit Glycerin, sondern mit einem Fettalkohol verbunden. Diese Verbindung kann von der Haut nicht gespalten werden. Sie wird zwar in die Haut integriert, aber gelangen nicht in die tieferen Schichten und hat dadurch eine ausgebildet schützende Wirkung auf die Haut.

Mineralische Öle (Paraffinum Liquidum, Petrolatum Vaseline, Paraffin, Cera microcristallina, Ozokerite, Ceresin) sind Erdölderivate und leiten sich zu 100 % vom Erdöl ab, aus denen sie raffiniert werden. Diese Derivate bestehen nach der Raffination aus gesättigten Kohlenwasserstoff-Gemischen.

Sie besitzen im Gegensatz zu den pflanzlichen Ölen keine hautnützlichen Alkohol- und Säuregruppen sowie kein Glycerin. Dieses wird häufig zugesetzt, aber auch hier gilt: Konventionelles Glycerin ist zum großen Teil ein synthetisches Produkt, das aus Propen (Erdölverarbeitung) gewonnen wird.

Mineralölderivate werden von der Haut nicht aufgenommen und bleiben an der Hautoberfläche, legt sich also wie ein Film auf die Haut und ziehen nicht ein. Dadurch wird die Haut nach innen und außen abgeschlossen – sie kann nicht atmen. Kurzfristig erzielen sie so eine hautglättende Wirkung. Moderne Antifaltencremes machen sich dieses okklusive (=verschließende) Wirkprinzip der mineralischen Produkte zu Nutzen. Die Haut verliert durch sie weniger Feuchtigkeit, was zu leichten Hautquellungen führt und somit zu einer optischen Antifaltenwirkung.

Regelmäßige Anwendung kann aber zu Unreinheiten führen, die Haut austrocknen und dann sogar Faltenbildung fördern. Weiter kann regelmäßiger Gebrauch die hauteigenen Regulierungsmechanismen abschwächen, banal gesagt, die Haut wird abhängig vom Öl.

Fazit:

Die pflanzlichen Öle stellen ein natürliches Wirkstoffgemisch mit unterschiedlichen Eigenschaften dar. Sie versorgen die Haut mit Fett und positiven Wirkungen bis in tiefere Hautschichten.

Mineralöle sind "totes" Material und gehen keine Symbiose mit der Haut ein, zudem landen sie, da nicht von der Haut absorbiert, beim Duschen/Baden direkt im Abwasser.


Links:

Genau wie mit der Ernährung, jeder entscheidet selbst, was gut für ihn ist.

Die nachfolgenden Links sollen nicht mahnen oder jemanden eines besseren belehren, sie sollen möglicherweise einen Denkanstoß geben.


- Mineralöle in Kosmetika:  Kritische Stoffe in Cremes, Lippen­pfle­gepro­dukten und Vaseline

- Mineralöle in Kosmetika erkennen und vermeiden

- Wie sehr schaden Paraffine in Kosmetik unserer Gesundheit?

- Die Entdeckung des Allzweckwunders Vaseline

 

 

 

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